Um was geht es bei den Glasfasermatten?

Bei den Glasfasermatten oder Glasmatten geht es um nicht verwebte Verstärkungsfasern zur Herstellung der Faserverbundwerkstoffe. Dabei werden diese Matten mit Bindemitteln durchsetzt. Während der Verarbeitung werden die Glasmatten mit Polyesterharz durchtränkt. Das Styrol, das im Polyesterharz vorhanden ist, führt zum Auflösen des Bindemittels. Aufgrund dessen ist es möglich, die Glasfasermatten einfach in die erforderliche Form hinein zu drapieren. Faserverbundwerkstoffe, welche mit Glasmatten gefertigt werden, verfügen wegen der ungeordneten Struktur dieser Matte einen geringeren Faservolumenanteil im Gegensatz zu Fasenverbundwerkstoffen mit Glasfilamentgewebe. Glasmatten haben eine hohe Drapierfähigkeit. Überdies sind sie oft preiswerter, als das andere Verstärkungsgewebe. Beim Verarbeiten der Glasmatten ist zu beachten, dass bei mehrlagigem Laminaufbau als Erstes eine Matte mit geringerem Flächengewicht einzusetzen ist. Umso niedriger das Flächengewicht, desto einfacher ist die Glasmatte drapierbar. Bei anderen Lagen kann man zum Verstärken der Faserverbundwerkstoffe auf Glasmatten mit höherem Flächengewicht zurückgreifen. Diese Matten unterscheiden sich als Erstes in ihrem Flächengewicht. Gängig sind die Sorten 300 und 450 Gramm pro Quadratmeter.

Welche Unterschiede gibt es bei den Glasmatten?

Des Weiteren wird bei der Glasfasermatte nach dem Bindungstyp unterschieden. Es sind pulvergebundene und emulsionsgebundene Matten erhältlich. Die Pulverbindung beruht auf ein Polyesterharz, das pulverförmig ist, während die Emulsionbindung auf ein Polyvinylacetat-Wasser-Gemisch basiert. Bei dieser technischen Ausprägung im Faserverbundmaterial sind die Unterschiede aufgrund des technischen Fortschritts lediglich noch marginal. Jedoch gilt im geringen Maße auch noch, dass pulvergebundene Glasfasermatten schlechter drapierbar sind. Dafür gelten sie als wasserbeständiger, und während des Laminierens wird das Laminat nicht getrübt. Emulsionsgebundene Glasmatten dagegen lassen sich einfacher verarbeiten. Allerdings weisen sie im Laminat eine geringere Wasserbeständigkeit auf. Beim Laminieren kommt es zu einem milchigen Schleier.

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